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Es gibt mehr als Arsch und Po

von Kornelia und Angel

Womit, wohin und wie es sich gut schlagen lässt.
Kornelia und Angel präsentieren den Workshop für (angehende) Haudegen: Tops, Bottoms, Switches sind eingeladen, Schlaginstrumente und Schlagtechniken zu erkunden.

• Womit kann ich bzw. womit kann meine Top mich schlagen? – Toys aus Hobbykeller, Küchenschublade und Lederladen
• Wohin darf ich bzw. meine Top mich schlagen? – sichere Zonen, Genussregionen und Risikogebiete
• Wie soll ich bzw. meine Top schlagen? – Tipps, Techniken und Taktgefühl
• Wozu das Ganze? – Wie sich Schläge auswirken (können)
• Und dann? – Wie gehe ich mit dem Schmerz um, wie kann meine Top mich unterstützen (sofern sie es will :-))

Nach einer kurzen Einführung können Schlaginstrumente und Schläge bis hin zur Singletail (einschwänzige Peitsche) ausprobiert werden. Es ist nicht nur für Bottoms spannend, zu spüren, welche Bandbreite von Empfindungen und Schmerzen an verschiedenen Körperstellen zugefügt und genossen werden können. Freiwillige ProbandInnen sind äußerst willkommen. Wenn ihr habt, bringt euer Schlagzeug und eure Fragen zum Thema mit.


Kornelia (Berlin)


BDSM ist für mich die Entdeckung des Jahrtausends. Ich begreife mich in erster Linie als Sadistin und vergnüge mich am liebsten, indem ich Schläge austeile. Wer mit mir spielt, darf es nicht eilig haben: Ich liebe Spiele über viele Stunden hinweg, bei denen jeder mögliche Teil des Körpers meiner Partnerin mit fast jedem Spielzeug Bekanntschaft schließt. Ein Spiel empfinde ich als perfekt, wenn beide körperlich und geistig erschöpft und befriedigt sind und die jeweiligen Grenzen berührt, aber nicht verletzt wurden.

Angel (München)


Jugendliche Quellen der Inspiration: Der Soundtrack zu Jesus Christ Superstar (die Auspeitschungsszene), danach Piratenfilme (die Auspeitschungsszenen).
Erstkontakt mit dem Lebensstil: Freitagnachmittagsgespräche mit dem Besitzer eines bekannten Münchner Lederladens, der auch ihr erstes Toy-Set aus Flogger und Fesseln anfertigte.
Erste Spielszene (abgebrochen): Überredete Freundin dazu, sie zu schlagen, Freundin überwältigte sie (lecker!), warf den Flogger in die Ecke, überließ ihr ans IKEA-Bett gebundenes Opfer sich selbst – Ende der Bondage, Ende der Beziehung.
Erste Spielszene (vollzogen): Beantwortete eine Kontaktanzeige, wurde ordentlich verprügelt und gevögelt, erkannte schließlich in der 20 Jahre älteren Frau ihre ehemalige Englischlehrerin …
Intermezzo: Spielte Frank’n’Furter in der Rocky Horror Picture Show; sorgte – bevorzugt in grimmigen Outfits – für Security am Einlass diverser Münchner Lesbenclubs.
Comeback: Nach einem Jahrzehnt der Verdrängung überkamen sie – stärker denn je – schmutzige Begierden und heftige Phantasien. Angel fand den Münchner SM-Stammtisch, überlebte ihre erste Playparty und engagierte sich im Team der Berliner Frauen-SM-Konferenz … Fortsetzung folgt.